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Hotel Boat&Co

Kollhoff & Pols Architekten
Projektdaten
 
Architekt:    Kollhoff & Pols architecten
Fotos:    MWA Hart Nibbrig, Luuk Kramer
Lage:   Revaleiland 500, Amsterdam (NL)
Bauherr:    IQNN Development, Vink Bouw & City ID
Das von Kollhoff & Pols architecten geplante ´Boat & Co´ Hotel in Amsterdams neuem klimaneutralem Stadtteil Houthavens (übersetzt: Holzhafen) wurde am 4. Oktober 2019 feierlich eingeweiht. Die verschiedenen neu entstandenen Piers erhielten im Bebauungsplan jeweils ein eigenes Thema. Für das ´Revaleiland´ auf dem das Hotel realisiert wurde lautete das Thema „Amsterdam School“. Kollhoff & Pols architecten sehen diese Halbinsel in erster Linie als Fortsetzung ​​des Viertels ´Spaarndammerbuurt´, einem alten Arbeiterviertel der Jahrhundertwende .

Im Stadtgrundriss wurde für das Gebäude eine H-Form gewählt. Auf der Landseite empfängt den Gast ein großes einladendes Glasatrium, auf der Fluss zugewandten Seite entstand eine erhöhte Terrasse mit Blick auf das Wasser. Das gesamte Erdgeschoss ist für die Öffentlichkeit zugänglich und verfügt über eine Bar, ein Restaurant und einen Wellnessbereich. Die Hotelzimmer sind an der kurzen Hausseite mit Erkern ausgestattet um allen Gästen eine Sicht auf das Wasser zu geben.

Die maximale Gebäudehöhe und das Volumen sind mit denen der angrenzenden Wohnblöcke vergleichbar. Im Entwurf stand im Fokus eine einladende, mondäne Erscheinung für das Hotel zu finden, die die öffentliche Funktion unterstreicht. Für das Dach wurden daher eine ausdrucksstarke Form mit spitzbögigen Dachgauben gewählt. Die Silhouette und der Baldachin über dem Haupteingang lassen keinen Zweifel offen: Dies ist ein Hotel. Der vertikale Rhythmus der Erkerfenster und die großen Fensterrahmen verleihen dem Gebäude eine angenehme Maßstäblichkeit, während das rhythmische Dach das gesamte Volumen zusammenhält. Die Fensterrahmen sind aus Aluminium gefertigt und in Messing eloxiert, so dass sowohl zum Backstein als auch zum Naturstein ein klarer Kontrast entsteht. Das Mauerwerk, die Natursteinarbeiten, die schmiedeeisernen Details und auch das Zinkdach wurden traditionell errichtet. So entstand eine hochwertige, dauerhafte Fassade die die im benachbarten Viertel sichtbare, jahrhundertealte, örtliche Handwerkskunst fördert.

Um die Energieversorgung zu gewährleisten wurden auf dem Dach ebene Flächen geschaffen die die Solapanele optimal aufnehmen können. Das Gebäude ist somit fast energieneutral. ­Die wahre Nachhaltigkeit liegt jedoch in der Bauweise des Gebäudes. Die Fassade ist tragend ausgeführt und die Decken spannen von Aussenwand zu Aussenwand, stützenfrei. Der gesamte Grundriss ist somit sehr flexibel und kann jederzeit eine Umnutzung erfahren.


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