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Haus Kallen

Johannes Götz und Guido Lohmann
Projektdaten
 
Architekt:    Johannes Götz und Guido Lohmann
Fotos:    Jan Kraege
Lage:   Dormagen-Stürzelberg
Bauherr:    privat
Das Haus Kallen liegt in Stürzelberg, einem Ortsteil von Dormagen. Es ist ein „Doppelhaus“ für zwei Generationen der Familie und komplettiert deren Aussiedlerhof aus dem Baujahr 2006. Der bestand aus zwei großen Industriehallen, die im Laufe der kommenden Jahre um eine dritte erweitert werden sollten.
Bei der Planung war zu berücksichtigen, daß das Haus im Außenbereich liegt und das Baurecht die Wohnfläche daher auf ein nicht üppiges Maß beschränkte.

Es ergab sich folgender Konflikt: Um das Haus zum Bestandteil eines ausgewogenen Ensembles zu machen, mußte es sich an den Hallen orientieren und eine entsprechend große Kubatur haben. Um dem Baurecht zu genügen, mußte die Wohnfläche aber relativ klein bleiben.
Wir lösten ihn, indem wir ein relativ großes Volumen setzten und aus diesem einen Innenhof ausstanzten, der die verbleibende Wohnfläche auf das zulässige Maß beschnitt.

Das Haus erschließt sich einem in klar definierten Schritten. Man kommt durch ein Baumkarree darauf zu, welches wie ein Filter zwischen Haus und Hof steht und gelangt dann durch ein offenes Tor in den Innenhof. Dieser ist von vier tiefen Rundbogenpaaren gefaßt, die ihm eine prägnante Identität geben. Im Ziegelpflaster taucht das Bogenmotiv in abgewandelter Form als Kreis wieder auf. In der Flucht des Tordurchgangs liegt der Hauseingang. Er teilt die Grundrissfigur, so daß sich die gewünschten zwei Wohneinheiten in U-Form ergeben.

Der Hof liegt außermittig im Baukörper. Dadurch sind die Flügel unterschiedlich tief und genügen den Anforderungen an den Grundriss. Im Dach sind die äußeren Flächen mit der gleichen Neigung ausgeführt, die inneren passen sich den Flügeltiefen an. Der vordere Flügel ist so schmal, daß die innere Dachfläche entfällt und ein Pultdach entsteht. An seiner Hofseite findet die Teilung des Baukörpers durch den Tordurchgang mit dem darüber liegenden Trockenraum aus Holz eine Entsprechung in Form einer großflächigen Holzbeplankung.

Diese ist ebenso wie die Bögen, der Laden vor der hohen Loggia, die Materialien Backstein und Eichenholz und der an den Typus des Vierkanthofes angelehnte Entwurf eine Reminiszenz an alte Bauernhäuser des Rheinlandes.
Das ist auch der umgebende, mit breiten Ziegelbänken gefaßte Garten, der mit seinem Gartenhaus den Endpunkt der Gesamtanlage markiert.


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