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Umbau und Sanierung Stadttheater Bern

Bellorini Architekten
Projektdaten
 
Architekt:    Bellorini Architekten AG
Fotos:    Alexander Gempeler
Lage:   Kornhausplatz 20, Bern (CH)
Bauherr:    Hochbau Stadt Bern
Fertigstellung:    2017
Im Zuge der Gesamtsanierung des Stadttheaters Bern wurden zwischen 2014 und 2017 neben den technischen Einrichtungen und dem Bühnenhinterhaus auch die Publikumsbereiche neugestaltet. In der letzten Bauetappe konnte schlussendlich auch noch die Mansarde im 3. Rang zu einem multifunktionalen Veranstaltungsraum ausgebaut werden, der neben der Vermietung als Event-Raum auch als Bühne für Sprechtheater und kleine musikalische Darbietungen genutzt wird. In diesem Raum wurde den akustischen Anforderungen mittels einer mehrschichtigen, kapitonierten Wandverkleidung entsprochen, die oberhalb des bestehenden Brüstungstäfers angeordnet ist. Diese additive Verkleidung integriert sich harmonisch in die bestehende, historische Raumsituation und gibt dem Raum dennoch ein neuartiges, edles Gepräge, das der Nutzungsanforderung als multifunktionalen Event-und Theater-Raum zu entsprechen vermag. Der neue Bartresen sowie der vergrösserte Regiebalkon wurden in Bezug auf die Detailausbildung aus dem bestehenden Gestaltungselementen des Bestandes abgeleitet.

Konzeptionell verfolgt der Entwurf das bereits im Bestand angelegte Thema der unterschiedlich gestalteten Raumsequenzen weiter und stärkt dieses Prinzip in den bis anhin innenarchitektonisch wenig definierten Bereichen wie beispielsweise den Umgängen, den Vorräumen zum Theatersaal oder auch der Mansarde. Dieses Konzept wurde im gesamten Publikumsbereich sowohl auf der Ebene des Farb- und Materialkonzeptes aber auch im Hinblick auf das Beleuchtungskonzept umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wurde dabei ein betont integrativer Entwurfsansatz gewählt, der die neu gestalteten Elemente subtil in den Bestand einfügt, ohne dass sich das Neue auf Kosten des Bestehenden zu sehr inszeniert. Wo immer möglich wurden die neuen Gestaltungsprinzipen aus den vorhandenen Vorgaben des denkmalpflegerisch wertvollen Bestandes abgeleitet. Der atmosphärischen Gesamtwirkung der Innenräume wurde bei sämtlichen gestalterischen Entscheidungen oberste Priorität eingeräumt.


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