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Geschäftshaus am Schiffbauplatz

Baukontor Architekten AG
Projektdaten
 
Architekt:    Baukontor Architekten AG
Fotos:    Maximilian Meisse, Seraina Wirz
Lage:   Schiffbaustrasse 2, Zürich
Bauherr:    Allreal West AG, Zürich
Fertigstellung:    2017
Situiert im pulsierenden Zürich West steht das Büro- und Geschäftshaus ruhig und kompakt auf seiner Parzelle. Dabei reagiert es differenziert auf sein Umfeld: Zur östlich gelegenen Hardstrasse mit der prominenten Verkehrsbrücke ist es scharf und glatt abgeschnitten, zur Nordseite antwortet es mit einem leichten Rücksprung der langen Fassade auf die Präsenz des historischen Schornsteins, im Westen bildet es einen versteckten Stadtgarten und zum südlichen Schiffbauplatz grenzt es den Raum kraftvoll ab.

Von hier aus, vis-a-vis der mächtigen Platane öffnet sich eine grosszügige Vorhalle, welche zwei Innenhöfe und die dazwischenliegende, zweigeschossige Lobby erschliesst. Das zentrale, von beiden Höfen belichtete, Treppenhaus erschliesst fünf Obergeschosse mit flexibler Büroaufteilung. Das Erdgeschoss ist gewerblichen und gastronomischen Nutzungen vorbehalten, die das betriebsame Leben des Quartiers aufnehmen und bereichern.

Das fein modellierte Volumen wird zusammengehalten und rhythmisiert von einer vertikalen, kräftigen Pfeilerstruktur. Die grossformatigen Fenster mit je zwei Lüftungsflügeln durchfluten die Büroräume mit Licht und geben dem Gebäude eine einen freundlichen Charakter.

Die Hauptstruktur der statisch tragenden Fassade ist mit dem Konglomeratstein Ceppo di Gré vom Lago D’Iseo in Oberitalien verkleidet. Neben seiner Widerstandsfähigkeit und Alterungsfähigkeit ist er mit seiner Schroffheit und seiner gutmütigen Oberfläche prädestiniert für das ruppige Umfeld mit seinen Industrie- und Verkehrsbauten.

Die Sekundärstruktur ist mit Belgischem Blaustein verkleidet. Durch den Feinschliff erhält er eine samtige und wertige Oberfläche und tritt nicht zuletzt durch die feinen Muscheleinschlüsse mit dem Ceppo di Gré in den Dialog. Die Felder über dem Haupteingang sind mit dem Blaustein als Lochmauerwerk ausgebildet. Sie markieren den Zugang, lassen Licht in die Vorhalle und nehmen, wie auch die in Bausilber eloxierten Aluminiumfenster Bezug auf die Fassaden der benachbarten denkmalgeschützten Industriebauten.


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